Spielideen für Katzen
Katzen kann man unheimlich viele Spielmöglichkeiten bieten, man muss nur die richtigen Ideen haben. ;-)
Stinkies
Stinkies sind kleine Kissen oder Babysöckchen gefüllt mit Watte und Baldrian und/oder Katzenminze.
Baldrian und Katzenminze haben auf Katzen eine berauschende Wirkung, ähnlich wie Marihuana für Menschen, allerdings ohne die gefährlichen Nebenwirkungen. Man sollte die Kissen oder Söckchen allerdings nach dem Spielen wieder luftdicht verschließen. Der Geruch ist sonst für die Katzennase immer präsent und wird mit Zeit nicht mehr wahrgenommen, ähnlich wie bei uns Menschen Parfüm.
Sie sind superleicht gemacht. Man nimmt einfach eine kleine Babysocke, füllt etwas Watte und eine Prise Minze und/oder Baldrian hinein (der Geruchssinn von Katzen ist extrem ausgeprägt, also ist weniger in diesem Fall mehr).
Auch andere Düfte als Baldrian und Minze sind möglich, aber informiert euch bitte vorher ausgiebig, da z.B. ätherische Öle für Katzen lebensgefährlich sind.
Am Ende wird alles fest vernäht und fertig ist das Stinkesöckchen (Haltet Euch lieber schon mal die Nase
zu ;-) ).
Achja, Baldrian bekommt ihr in der Apotheke, fragt einfach mal nach Baldriantee. Oder ihr nehmt einen Schlaftee vom Discounter. Hauptsache ist, dass Baldrian drin ist.
Wenn ihr eurer Katze nun das neue Spielzeug präsentiert, beobachtet die Aktionen eures Tieres lieber in kleiner Entfernung, da einige Katzen im Rausch ihre Umgebung etwas vergessen (das ist natürlich nicht bei allen der Fall) und sie soll ja ihren Spaß daran haben (ihr beim zugucken natürlich auch). Nach 10-15 min ist dieser Zustand auch wieder vorbei und ihr könnt Miezes neues Lieblingsspielzeug luftdicht wegschließen.
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Katzenfummelbrett
Dieses Fummelbrett soll die Katze dazu anregen, sich auf ihre Nase und ihr Geschick verlassen zu können.
Ihr nehmt dazu einfach ein Holzbrett und klebt oder schraubt verschiedene „Versteckmöglichkeiten“ für das Trockenfutter darauf fest. Als „Verstecke“ können z.B.:
- Klopapierrollen mit kleinen Löchern für die Pfoten,
- Joghurt Becher,
- Eine kleine Plastikflasche mit Löchern für die Pfötchen,
- Ü-Ei Kapseln,
- Ein Band, dass etwa zwei bis drei Zentimeter in verschiedenen Formen über dem Brett festgemacht wird,
- Ein paar Holzstückchen, die als Labyrinth auf dem Holzbrett befestigt werden,
- usw, usw dienen.
Wichtig ist nur, dass Ihr darauf achtet, dass sich die Katze z.B. nicht an den Kanten der Plastikflasche
verletzen kann. Dem könnt Ihr entgegenwirken, indem Ihr die Ränder der eingeschnittenen Löcher
mit einem Feuerzeug glättet.
Und so könnte das Fummelbrett dann aussehen:
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Es kann sein, dass Eure Katze anfangs nicht aus allen Verstecken das Trockenfutter rausbekommt und
gegebenenfalls aufgibt. Dann könnt Ihr ihr ein bisschen unter die Arme greifen, indem Ihr zeigt, wo
überall etwas versteckt ist. Wenn sie ehrgeizig ist, wird sie es so lange probieren, bis sie das
begehrte Leckerli bekommen hat.
Das Fummelbrett s.o. ist schon für etwas erprobte Katzen, für ältere oder unerfahrene Katzen
empfielt sich eine leichte Variante, da Frust kein Spaß macht und genau um den geht es ja beim Spielen.
Für weitere Informationen, Bauanleitungen und Anregungen legen wir euch sehr die Hompage der Erfinderin des Katzenfummelbretts (Helena Dbalý) ans Herz!
Natürlich müsst Ihr nicht nur Trockenfutter verstecken, sondern könnt auch andere Leckerlies,
die eure Katze mag, dafür nehmen.
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Clickertraining
Clickern ist in Hundekreisen sehr beliebt. Jedoch ist es nicht nur für Hunde, sondern auch für Katzen geeignet.
Diese Einführung soll euch lediglich über die Grundidee des Clickertrainings informieren.
Ein interessantes Buch über das Clickertraining mit Katzen könnt ihr in der nebenstehenden Box finden.
Beim Clickern arbeitet man auf der Grundlage der klassischen Konditionierung. Das heißt man belohnt die
Katze für etwas, dass sie richtig gemacht hat, ohne sie dazu zu zwingen oder sie zu bestrafen.
Wichtig ist, dass (gerade am Anfang) unmittelbar auf jeden Klick immer ein Leckerli folgt.
Alles was man dafür braucht ist ein Clicker, den es im Zoogeschäft zu kaufen gibt, und ein paar Leckerlies.
Bei sehr ängstlichen Katzen bietet es sich an nach einem extra leisen Clicker zu fragen oder ihn im Internet zu
kaufen, da diese schwer zu bekommen sind und viele reguläre Clicker etwas zu laut sind.
Zwingend notwendig ist der Clicker auch nicht, oft reicht auch das Geräusch mit der Zunge zu schnalzen.
Als erstes fängt man an, die Katze auf das Klicken des Clickers zu konditionieren. Haltet den Clicker und
die Leckerlies bereit. Dann klickt ihr einmal und gebt der Katze ein Leckerli.
Wichtig ist, dass die Gabe des Leckerlies unmittelbar, d.h. eine halbe bis zwei Sekunden, nach dem Klick
erfolgt.
Das wiederholt ihr ungefähr vier bis sechs Mal, da sich Katzen sehr schnell langweilen (sie sind halt
keine Hunde ;-) ) in einer "Sitzung", am besten 1 bis 2 Mal am Tag.
Die Katze soll das Klicken des Clickers als Belohnung verstehen.
Klickt ihr nach ein paar Tagen einmal zufällig hinter Eurem Rücken mit dem Clicker und die Katze dreht
sich um und verlangt nach ihrem Leckerli, habt ihr es geschafft.
Die Katze ist nun auf den Clicker konditioniert. Nun geht’s weiter mit Stufe zwei.
Beginnt, eure Katze für ein richtiges Verhalten zu belohnen. Arbeitet dabei aber noch nicht mit Befehlen,
da die Katze es eh‘ noch nicht verstehen wird.
Ihr könnt Eurer Katze verschiedene Kunststücke beibringen. Ihr könnt z.B. mit Sitz anfangen.
Verlangt anfangs nicht zu viel von eurer Katze. Wartet bis die Katze sitzt, klickt einmal und gebt ihr ein Leckerli.
Die Katze wird aufstehen, um sich ihre Belohnung abzuholen. Dass könnt ihr erneut mehrere Male wiederholen.
Hat sie das verstanden, könnt ihr eure Ansprüche nun etwas höher setzen. Eure Katze wird sich wieder
vor euch hinsetzen und ein Leckerli dafür erwarten. Allerdings solltet ihr nun etwas Sitzzeit von ihr verlangen.
Lasst sie etwa 2 Sekunden sitzen und klickt dann erst. Steht die Mieze vorher schon auf, wird dies nicht
kommentiert, sondern ignoriert.
Nach einigen Versuchen, wird die Miez begreifen, dass das Hinsetzen und Sitzenbleiben zu einem angenehmen
Erfolg führt.
Mit der Zeit sollte die Gabe der Leckerlies abnehmen bzw. irgendwann ganz enden, die Leckerlies dienen in der Anfangsphase nur als Werkzeug um das zuvor erfolgte Klicken als Belohnung wahrzunehmen, schließlich soll der Sinn der Übung ja nicht sein, dass Miez an Gewicht zulegt ;-).
Erst, wenn ihr auf das Hinsetzen oder eine andere Übung wetten würdet ist es an der Zeit,
einen neuen Befehl einzuführen. Den könnt ihr dann unmittelbar vor der Ausführung sagen.
Am Ende sollte natürlich wieder ein Klick folgen.
Auf diese Weise könnt ihr Eurer Mietz die verschiedensten Kommandos beibringen.
Einige Bücher empfehlen den Targetstick als erste Übung, dies soll lediglich als kleine
Einführung für euch dienen, als komplette Anleitung möchten wir es nicht verstanden wissen.
Auch wir haben uns durch verschiedene Literatur zum Thema informiert, da es viel zu beachten gibt.
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